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Konzept einer lebendigen Ausstellung Wie in anderen Städten in Brandenburg existierten auch in Eberswalde während der Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeitslager, in denen die Arbeitskraft der Menschen für eine rassistische, auf Unterdrückung und Krieg ausgerichtete Ideologie ausgebeutet wurde. Direkt an der Hauptverkehrsstraße, der heutigen Heegermühler Straße, befand sich in der Zeit zwischen 1944 und 1945 ein Außenlager des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Wir befinden uns heute in der besonderen Situation, daß zwei der damaligen Baracken äußerlich nahezu im Originalzustand erhalten sind. Da deren Existenz im öffentlichen Bewußtsein der Stadt nicht vorhanden ist, haben wir uns als Ausstellungsinitiative zum Ziel gesetzt, mit Hilfe einer Ausstellung , die Geschichte dieses Lagers den Menschen in Eberswalde näherzubringen. Im folgenden möchten wir unsere Ziele und den Inhalt der Ausstellung näher erläutern. In erster Linie gilt unser Interesse der Erhaltung des gesamten Geländes und der themenbezogenen Nutzung der Ausstellungsbaracke aufgrund unseres Wissens um die Geschichte und der daraus resultierenden Verpflichtung zur Mahnung. Unser Ansatzpunkt ist zu dokumentieren, welche Ausmaße die Verbrechen des Nationalsozialismus durch Zwangsarbeit annahmen. Am Beispiel von Eberswalde soll gezeigt werden, welche Rolle die Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie spielte und daß aus der Existenz solcher Lager kein Geheimnis gemacht wurde, ersichtlich anhand der Lage und der Zeitzeugenberichte. Unser Anliegen ist, durch die Ausstellung der Verdrängung dieser schrecklichen Geschichte entgegenzuwirken, das Bewußtsein über und die Auseinandersetzung mit dieser besonders bei Jugendlichen zu fördern. Dazu zählt die Beschäftigung mit Rechtsextremismus und Faschismus in der Geschichte bis zur Gegenwart. Wir möchten aber auch versuchen, einen Einblick in die Lebens- und Arbeitssituation der Häftlinge zu geben (Ernährung, Kleidung, Behandlung durch AufseherInnen, etc). Auch die Rolle der Rüstungsindustrie soll in Bezug zur aktuellen Entschädigungsdebatte dargestellt werden und ein Teil der Ausstellung bilden. Inwieweit die Bevölkerung vom Vorhandensein des Lagers wußte und welche Kontakte zwischen ihr und den Häftlingen bestanden, soll anhand von Zeitzeugenberichten und –aussagen verdeutlicht werden. Ein weiteres Ziel ist es, den Jugendlichen und Schulklassen die Möglichkeit zu bieten, sich über die Geschichte des Nationalsozialismus und das Leben während der NS-Zeit direkt vor Ort zu informieren, ohne vielleicht nach Sachsenhausen oder Ravensbrück fahren zu müssen. Wir denken, daß dadurch deren Interesse für und die Beschäftigung mit der lokalen Geschichte, eher geweckt und ermöglicht werden kann. Die Ausstellung wird aber auch durch Veranstaltungen und Projekte ergänzt, die in einem direkten Zusammenhang mit dieser stehen. Wir werden in der Ausstellungsbaracke auch andere themenbezogene Ausstellungen und Theaterstücke zeigen, sowie Buchlesungen veranstalten. Zu diesem Zweck sind die Ausstellungsgegenstände so konzipiert, daß sie mühelos demontierbar und wieder aufbaubar sind und somit auch in anderen Städten Brandenburgs gezeigt werden können. Mit diesen zusätzlichen Veranstaltungen möchten wir erreichen, daß das gesamte Objekt zu einem Ort der Mahnung, aber auch zu einem Ort der Begegnung und des Austauschens wird. Die Ausstellung wird durch nachfolgende Vereine und Institute unterstützt. Institut für Antisemitismusforschung der TU Berlin Eberswalder Zentrum für demokratische Kultur, Jugendarbeit und Schule e.V. EXIL e.V. Die Ausstellungsinitiative |







Ausstellung
Direkt an der Hauptverkehrsstraße, der heutigen Heegermühler Straße, befand sich in der Zeit zwischen 1944 und 1945 ein Außenlager des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Wir befinden uns heute in der besonderen Situation, daß zwei der damaligen Baracken äußerlich nahezu im Originalzustand erhalten sind.