Durchsuchungen bei der Kameradschaft Märkisch Oder Barnim
Freitag, 02. Juli 2010 um 12:31 Uhr

KMOB vor Verbot? - FNUM löst sich auf

Bad Freienwalde (ipr) Die Polizei in Brandenburg hat am frühen Morgen Objekte der rechtsextremistischen "Kameradschaft Märkisch Oder Barnim" (KMOB) durchsucht, berichtet die Bild Zeitung. Dabei seien zahlreiche Gegenstände sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage des Blattes.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge fast 20 Objekte - darunter Wohnungen und Garagen - zeitgleich durchsucht. Einzelheiten und Hintergründe der Aktion sollen auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Die von großem Aktionismus geprägte KMOB hatte seit Mai unter der Überschrift "Märkische Aktionswochen" mehrere Aufmärsche in Ostbrandenburg organisiert, darunter in Bernau, Eberswalde, Bad Freienwalde und Strausberg. In fast allen Fällen war es dem Bündnis "Brandenburg Nazifrei" gelungen, die Demonstrationen zu blockieren oder ganz zu verhindern.

FNUM löst sich auf

Nach Angaben von Marian Fleske, einem Mitbegründer der Freien Nationalist Uckermark (FNUM), hat sich die FNUM aufgelöst. Wörtlich heißt es in einer E-Mail, die gegenrede.info gerade erreichte:
"so peterle hier mal was zum staunen die fnum gibt es nicht mehr wir haben uns auf gelöst so jetzt kannste dir gepflegt ein runter holen und schon mal den antrag für harz aus füllen weil ohne uns bist du ja nichst mehr wa
mehr infos werden sie auch nicht bekommen ich finde es recht ja auch denn gründe brauchen sie doch nicht
".

Ob das eine Reaktion auf die an diesem Morgen durchgeführten Hausdurchsuchungen im Umfeld der KMOB ist, bleibt vorerst unklar. KMOB und FNUM waren jedenfalls eng miteinander verbunden. Die vor knapp einer Woche neu geschaltete Website der FNUM ist ebenfalls wieder aus dem Netz verschwunden.

Quelle: gegenrede.info

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 04. Juli 2010 um 10:06 Uhr