20. Todestag von Amadeu Antonio

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Ausstelllung

Wiedersehen mit Eberswalde – Hier gibt es keinen Hass mehr
Ehemalige Zwangsarbeiterinnen der Firma Ardelt berichten über das KZ-Außenlager Eberswalde

Alter Bahnhof Eisenspalterei 

Direkt an der Hauptverkehrsstraße und gegenüber der Bahnlinie von Eberswalde nach Finowfurt am Bahnhof Eisenspalterei befand sich von September 1944 bis April 1945 ein Außenlager des KZ Ravensbrück.
Die hierher verschleppten Frauen, cirka 800, kamen vorwiegend aus Italien, der Sowjetunion und Polen.
Die Polinnen galten als politische Häftlinge. Die meisten von ihnen waren während des Aufstandes in Warschau ihrer Freiheit beraubt worden.

Wac?awa Ga??zowska, Janina Wyrzykowska und Marianna Bogusz 

Wac?awa Ga??zowska, Janina Wyrzykowska und Marianna Bogusz waren drei von ihnen.
Sie kam als Jugendliche zur Zwangsarbeit nach Eberswalde in die Ardelt-Werke.
Von den Verbrechen, die an ihnen begangen wurden, erzählen sie in unserer Dauerausstellung.

Seit Sommer 2008 gehören zwei erhaltene Baracken des ehemaligen KZ-Außenlagers Eberswalde dem Jugend- und Kulturverein Exil e.V., der hier einen Ort der Erinnerung und der aktiven Auseinandersetzung mit Rassismus in Geschichte und Gegenwart geschaffen hat.

Mit der Übergabe der Dauerausstellung am 21. Dezember 2010 stehen auch ein Seminarraum und weitere kleine Arbeitsräume zur Verfügung, die 2011 mit Leben erfüllt werden sollen.
Die Ausstellung ergänzende Exponate sollen entstehen.
Geplant sind Projekte zur deutsch-polnischen Geschichte, insbesondere zum Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen in Polen und Deutschland.

Die Ausstellung Wiedersehen mit Eberswalde – Hier gibt es keinen Hass mehr wurde gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Weiterhin wurde die Ausstellung gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und von der Amadeu Antonio Stiftung.

Der Erhalt der Baracken war dank der dauerhaften Unterstützung der Stadt Eberswalde und des Landkreises Barnim möglich.
Bedanken wollen wir uns beim Metallbildhauer Eckhard Herrmann, der im vergangenen Jahr eine Gedenkstele schuf, und beim stellvertretenden Bürgermeister Lutz Landmann, der den Jugend- und Kulturverein Exil e.V. aktiv unterstützt.

Die bauliche Sanierung der Ausstellungsbaracke im Jahr 2010 wurde gefördert mit Mittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und des Landkreises Barnim.
Eberswalder Firmen und Privatpersonen spendeten Ende 2009 für eine dringende Dachreparatur.
 

Gedenkstele vor dem Exil
Foto: Torsten Stapel

 



Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Mai 2012 um 06:16 Uhr